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10.01.2016, Notwendige Änderungen der Nutzungsgebühren und Anhebung der Getränkeverkaufspreise der kommunalen Einrichtungen für Nordwaldhalle und Haus des Gastes

Die 1995 errichtete Nordwaldhalle (NWH) ist eines unserer großen finanziellen Sorgenkinder!

Wir haben seit vielen Jahren ein großes negatives Betriebsergebnis, im Jahre 2014 in Höhe von  70.680,00 € .

 

Zusätzlich stehen dringende Investitionen in der Halle an, die finanziert werden müssen.

 

Deshalb ist auch hier, wie in vielen anderen Bereichen in Nordhalben, verantwortungsbewusstes Handeln angesagt, wenn wir die Halle auf Dauer erhalten wollen:

 

1. Energetische Sanierung /Senkung Unterhaltungskosten

Mit dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) wollen wir die Nordwaldhalle energetisch sanieren. Das Potential an Einsparung von Energie ist hoch und wird die Unterhaltungskosten wesentlich und dauerhaft senken.

 

2. Verhandlungen mit Getränkelieferant/Getränkemanagement

Wir sind  derzeit in Verhandlungen mit unserem Getränkelieferant und wollen auch das Getränkemanagement für unsere kommunalen Einrichtungen neu organisieren.

Sich ergebende Einsparungen werden wir selbstverständlich auch an die Nutzer und Veranstalter weitergeben.

 

3. Durchführung Ideenwerkstatt

Mit den Ideenwerkstätten, deren Ergebnis wir Ihnen am 25.02.16 vorstellen, versuchen wir neue Ideen für unsere Halle zu entwickeln.

 

4. Zusammenarbeit mit Veranstaltungsservice

In Zusammenarbeit mit einem Veranstaltungsservice werden wir versuchen weitere Veranstaltungen, wie kürzlich mit Sebastian Reich, "an Land" zu ziehen.

 

Wichtig dabei ist jedoch, dass bei allen Veranstaltungen in der Nordwaldhalle (NWH) und dem Haus des Gastes (HdG)  die Gemeinde einen Kostendeckungsbeitrag  erzielt !

Damit müssen die notwendigen Rücklagen für den weiteren Unterhalt der beiden Einrichtungen gebildet werden.

 

Nicht zuletzt deshalb mussten die Nutzungsbedingungen sowohl in der NWH als auch im HdG angepasst werden.

 

Bereits im Jahr 2008 (!) forderte der Bayerische Kommunale Prüfungsverband, in seinem Gutachten zur Konsolidierung der Gemeindefinanzen, die Gemeinde Nordhalben wie folgt zum Handeln auf:

 

 „Für Leistungen des Bauhofes bei Veranstaltungen (Aufbau, Abbau, Bodenauslegen usw.) fallen

nach Auskunft des Bauhofleiters je nach Größe der Veranstaltung rd. 27 (kleine Halle) bis 45 Arbeitsstunden (ganze Halle) an. Die Kosten für diesen Einsatz des Bauhofes belaufen sich je Veranstaltung zwischen rd. 500 € - 900 €.  Allein die Kosten für diese Arbeitsstunden – die nach unseren Erhebungen noch nicht einmal verrechnet werden – übersteigen die Gebühren aus der Hallenvermietung (zwischen 176,72 €  und 436,66 € netto) bei weitem.

Die Leistungen des Bauhofes (…) sollten daher eingestellt oder zu kostendeckenden Sätzen den Nutzern der Hallen (neben der Hallenmiete) verrechnet werden.“

 

 

Dieser Aufforderung mussten wir jetzt zwangsläufig Folge leisten.

 

Auch haben wir nunmehr die Getränkeverkaufspreise angehoben.

Zur  Erklärung:

Von den damals Verantwortlichen wurde 2005 ein Darlehen bei der Kulmbacher Brauerei aufgenommen. Dies beinhaltet, dass das Darlehen mit einer vereinbarten Festabnahme von Getränken

(1.225 Hektoliter) zurückbezahlt werden muss.

Aus diesem Grunde ist verständlicherweise der Getränke- einkaufspreis deutlich höher als üblich.

 

 

Seit vielen Jahren, bis Anfang 2015 wurden von der Gemeinde Nordhalben die Getränke zum Einkaufspreis (!) an Nutzer und Veranstalter der NWH  und des HdG weiterverkauft !!

Dies entbehrt jeglicher kaufmännischer Grundregel und ist

betriebswirtschaftlich ein finanzielles Desaster !

Die NWH wird als Gewerbebetrieb geführt und  kann mit so einer Wirtschaftsweise nicht überleben!

 

Nordhalben ist seit vielen Jahren eine Konsolidierungsgemeinde. Wir sind dringend auf finanzielle staatliche Unterstützung

(z.B. Stabilisierungshilfe) angewiesen.

Es ist den staatlichen Geldgebern schwer zu vermitteln, dass wir auf der einen Seite um Geld bitten und gleichzeitig auf der anderen Seite Veranstaltungen mit roten Zahlen für die Gemeinde in den kommunalen Einrichtungen durchführen !

Wenn wir so weiter wirtschaften wie in den letzten Jahren, würden wir den Fortbestand dieser kommunalen Einrichtungen und die  staatlichen Hilfen unverantwortlich auf´s Spiel setzen!

 

Daher war es  unumgänglich die Getränkeverkaufspreise anzuheben, was mit großer Mehrheit, fraktionsübergreifend vom Gemeinderat beschlossen wurde.

 

Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Michael Pöhnlein                            

1. Bürgermeister                 

 

Markt Nordhalben