Interkommunales Städtebauliches Entwicklungskonzept

für die Interessengemeinschaft Oberes Rodachtal (Nordhalben, Steinwiesen, Wallenfels)

Verfasser: Arbeitsgemeinschaft UmbauStadt, Weimar und Berlin, www.umbaustadt.de in Kooperation mit Ideenkreis Schleedorf

Stadtumbau
Viele Städte und Gemeinden in Deutschland haben in den zurückliegenden Jahren umfassende Strukturveränderungen erlebt, die sich weiter fortsetzen. Arbeitsplätze im gewerblichen Bereich gehen verloren, die Bevölkerung in unserem Land nimmt ab - die Folgen sind vielfach ein wachsender Wohnungsleerstand, aufgegebene Ladenflächen und nicht mehr benötigte Produktionsstätten. Diesem Wandel müssen sich die Kommunen anpassen, um ihn gestalten zu können. Um die Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen, haben Bund und Länder im Jahr 2002 ein "Stadtumbauprogramm" aufgelegt. Ziel des Programms ist es, die Strukturen der Kommunen an die veränderte Situation anzupassen: Brachflächen sollen neuen Nutzungen zugeführt werden. Die Qualität der öffentlichen Räume und der Wohnumgebungen soll verbessert werden, Infrastrukturen den neuen Bedarfen angepasst werden. Der zum Teil vernachlässigte Gebäudebestand muss aufgewertet und gegebenenfalls umgebaut werden, in bestimmten Fällen muss aber auch über den Rückbau leer stehender und dauerhaft nicht mehr benötigter Gebäude nachgedacht werden. So könnten neue Freiräume entstehen, für die es attraktive Konzepte zu entwickeln gilt.

Interkommunales Städtebauliches Entwicklungskonzept
Maßnahmen dieser Art sind auch in Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels nötig. Mit der Gründung der "Interessengemeinschaftgemeinschaft Oberes Rodachtal" haben Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels einen Weg eingeschlagen, der eine erfolgreiche Bewältigung der kommenden Herausforderungen verspricht. Gemeinsam haben sich die drei Gemeinden vorgenommen, die Kräfte zu bündeln, einen attraktiven Lebensraum für alt und jung zu sichern und die vielfältigen Potenziale der Region "Oberes Rodachtal" gemeinsam zu entwickeln. Der Bund, das Land und die EU stellen für diesen nötigen Umstrukturierungsprozess umfangreiche Fördergelder zur Verfügung. Voraussetzung für die Förderung ist die Erarbeitung des vorliegenden "Interkommunalen Städtebaulichen Entwicklungskonzepts". Dieses benennt die Chancen und Probleme der beteiligten Kommunen und leitet daraus realistische Verbesserungsmaßnahmen ab. Vor allem aber soll das Entwicklungskonzept Visionen und Projekte für eine positive Entwicklung im Oberen Rodachtal aufzeigen. Nach einem Bewerbungs- und Vorstellungsverfahren wurde die Arbeitsgemeinschaft UmbauStadt gemeinsam mit dem für den Schwerpunkt Tourismus zuständigen Fachbüro "Ideenkreis" im Sommer 2008 mit der Erstellung des nunmehr vorliegenden Interkommunalen Entwicklungskonzepts für Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels beauftragt.

Inhalte und Ziele des Interkommunalen Entwicklungskonzepts
In dem vorliegenden Interkommunalen Entwicklungskonzept werden zunächst Grundzüge und Tendenzen der Entwicklung des Oberen Rodachtals genau analysiert. Abgeleitet werden daraus Prognosen zur zukünftigen Entwicklung der drei Gemeinden, die die Grundlage für mögliche Leitbilder und Projekte darstellen. Aus dieser umfassenden Analyse wurde ein Leitbild mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten abgeleitet, an dem sich die Kommunen des Oberen Rodachtals orientieren wollen. Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels wollen die Attraktivität des Oberen Rodachtals für Bewohner und Gäste der Region aus allen Generationen steigern und Angebote schaffen, die den Verlust von Bevölkerung an andere Regionen stoppen können und durch die möglichst neue Bewohner und Gäste für die Region gewonnen werden können. Innerhalb der als vorrangig erachteten Themenfelder "Aufwertung der Ortskerne", "Generationengerechte Region", "Stärkung von Freizeit und Tourismus" sowie "Holz-Energieregion" wurden 14 ortsübergreifende und pro Ort über 20 Projektansätze entwickelt und beschrieben, die in den kommenden 10 bis 15 Jahren umgesetzt werden sollen. Einige Projekte sollen unmittelbar begonnen werden und sind entsprechend weit entwickelt, einzelne Projekte haben aber auch visionären Charakter und bedürfen noch vieler Vorarbeiten. Das vorliegende "Interkommunale Städtebauliche Entwicklungskonzept" für die Interessengemeinschaft Oberes Rodachtal ist das Ergebnis eines neunmonatigen, intensiven Arbeits-, Moderations- und Diskussionsprozesses. Die Verfasser hoffen, mit den von ihnen aus diesem Prozess entwickelten Analysen, Leitbildern und Projekten ein möglichst solides Gerüst für den nötigen Umbauprozess in Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels geschaffen zu haben.

 

  Inhalt des ISEK nach Kapiteln zum Download

   ISEK - Kapitel 1 - 5

1

Anlass und Ziele des Integrierten Handlungskonzepts

Seite 12

2

Kommunikation und Management

Seite 14

3

Entwicklungsanalyse zum Gebiet der Interessengemeinschaft Oberes Rodachtal

Seite 25

4

Städtebauliche Ausgangssituation

Seite 69

5

Potentialanalyse "Perspektive Oberes Rodachtal ": Stärken und Defizite

Seite 82

   ISEK - Kapitel 6 - 10

6

Leitbild "Holz -Energieregion Oberes Rodachtal ": Lebenswelten Erleben

Seite 88

7

Tourismuskonzept - Themen - und ortsbezogene Handlungsfelder

Seite 96

8

Gebietsbewertung / Stadtumbaugebiete

Seite 158

9

Themenbezogene und teilräumliche Umbaukonzepte

Seite 169

10

Ortsübergreifende Projekte

Seite 178

   ISEK - Kapitel 11

11

Projekte für Nordhalben

Seite 211

   ISEK - Kapitel 12

12

Projekte für Steinwiesen

Seite 257

   ISEK - Kapitel 13

13

Projekte für Wallenfels

Seite 295

   ISEK - Kapitel 14 - 16

14

Maßnahme -, Durchführungs - und Finanzierungsansätze (MDF)

Seite 332

15

Priorisierung der Maßnahmen

Seite 358

16

TÖB-Beteiligung , Fortschreibung und Monitoring

Seite 362